Agamograph

Ein Bild, das sich verändert

Ziel der Aktivität ist es, aus einer Fotografie oder einem Kunstwerk der Kinder ein Agamograph zu gestalten – ein zweidimensionales Bild, das aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet eine dreidimensionale Illusion erzeugt.

Lernergebnisse

  • Format
    Format
    Sonstiges
  • Kompetenzen
    Kompetenzen
    • Erkunden visueller Effekte durch das Verändern unterschiedlicher Fotografien oder Kunstwerke
    • Aufmerksamkeit auf Details und Veränderungen visueller Effekte richten
    • Feinmotorik fördern
    • Kooperation
  • structure.template.34
    Zielgruppe
    structure.template.344 Jahre und älter
    • selbstständige Arbeit
      Pärchenarbeit
  • structure.template.38
    Benötigte Materialien
    • Fotos
    • Kunstwerke der Kinder
    • Filzstifte
    • Kollagenpapier
    • Lineal
    • Schere
    • Klebe
    • Plakatpapier
  • structure.template.38

Anleitung zur Aktivität (Schritt für Schritt)

Vorbereitung:

Gedruckte Fotografien von Kinderporträts sowie weitere Kunstmaterialien werden im Voraus vorbereitet.

Durchführung:

Die Kita-Fachkraft zeigt den Kindern einen fertigen Agamographen und erklärt, wie er hergestellt wird. Dabei stellt sie leitende Fragen:

  • Was siehst du, wenn du auf der linken/rechten Seite stehst?
  • Wie hat sich das Bild verändert?
  • Warum glaubst du, passiert das?

Die Kinder erkunden den Agamographen, tauschen Ideen aus und überlegen, welche Materialien sie für ihren eigenen Agamographen verwenden könnten. Es werden verschiedene Impulse gegeben, und die Kita-Fachkraft unterstützt die Kinder während des gesamten Prozesses.

Die Kita-Fachkraft demonstriert, wie Karton zu einer Fächer- (Akkordeon-)Form gefaltet wird. Die Kinder kleben abwechselnd vorab markierte Streifen der ausgewählten Fotografien auf die Grundform. Nach dem Fertigstellen drehen sie ihren Agamographen und beobachten, wie sich das Bild verändert.

Überlegung:

Die Kinder setzen sich im Kreis zusammen und sprechen über folgende Fragen:

  • Hat dir diese Aktivität gefallen?
  • War es schwierig, sie umzusetzen?
  • Was hat euch am besten gefallen?

Die fertigen Agamographen werden ausgestellt. Die Kinder betrachten sie und kommentieren, was sie sehen und wie sich die Bilder verändern. Die Aktivität endet mit einer Ausstellung der Agamographen im Kindergarten für andere Kinder und Eltern.

Hintergrundinformationen und didaktische Perspektiven

Was ist ein Agamograph? Ein Agamograph ist eine Form des künstlerischen Ausdrucks, die mit optischen Täuschungen arbeitet und ein Kunstwerk schafft, das sich je nach Blickwinkel verändert. Diese Kunstform ist nach dem israelischen Künstler Yaacov Agam benannt, der kinetische Kunst entwickelte, die sich selbst bewegt oder bei der sich der Betrachter bewegen muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Die Aktivität verbindet bildnerischen Ausdruck mit der Erforschung visueller Effekte durch das Gestalten optischer Illusionen. Kinder untersuchen, wie sich Bilder und Fotografien je nach Blickwinkel verändern, und werden so an grundlegende Konzepte von Wahrnehmung und optischer Täuschung herangeführt. Die Rolle der Kita-Fachkraft besteht darin, beim Zusammenbau der Fächerstruktur zu unterstützen, die Streifenbreite festzulegen, Streifen zu markieren und zu nummerieren sowie die Falttechnik zu demonstrieren.

Wie erstellt man einen Agamographen?

  1. Zwei unterschiedliche Fotografien oder Kunstwerke auswählen.
  2. Beide Bilder in gleich breite, vertikale Streifen schneiden.
  3. Ein Blatt Karton zu einer Fächer- Akkordeon-)Form falten.
  4. Die Streifen des ersten Bildes auf jede zweite Falte kleben.
  5. Die Streifen des zweiten Bildes auf die verbleibenden Falten kleben.
  6. Den Kleber trocknen lassen und anschließend den Agamographen drehen und beobachten, wie sich das Bild aus unterschiedlichen Blickwinkeln verändert.

Erfahrungen aus Kindergärten

Die Kita-Fachkräfte druckten Porträts der Kinder mit unterschiedlichen Emotionen aus. Die Kinder wählten zwei Fotografien aus, um ihren Agamographen zu gestalten.

E. P.: "Ich fand das sehr interessant, weil ich mit K. J. gearbeitet habe. Ich habe einmal ein Bild in einem Parfümbuch gesehen. Die Frau hatte pinke Haare, und egal wie ich geschaut habe, es sah immer gleich aus. Aber ich kann mich selbst in Schwarz-Weiß sehen. In Weiß bin ich traurig, und in Schwarz bin ich wütend."

M. D.: "Das war richtig toll! Ich habe ein Foto ausgewählt, auf dem ich Polizist bin, und ein anderes, auf dem ich es nicht bin."

M. J.: "Das ist für mich sehr seltsam. Meine Schwester ist ein bisschen schwarz-weiß, und wenn ich von der anderen Seite schaue, ist sie gelb."

Fotos der Aktivität

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