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Rollenspiel: Alltägliche Mediensituationen

Methode

Rollenspiel: Alltägliche Mediensituationen

Eltern spielen typische Mediensituationen aus dem Familienalltag nach und erkunden alternative Reaktionen.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

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Überblick

  • Zielgruppe:
    Eltern
  • Gruppengröße:
    Kleingruppe, Gruppe
  • Dauer:
    30–45 Min.
  • Materialien:
    • Szenariokarten

Ziel

Eltern dabei unterstützen, ihr eigenes medienbezogenes Erziehungsverhalten zu reflektieren und konstruktive Handlungsmöglichkeiten für herausfordernde Situationen zu entdecken.

Schritte

1

Die Idee des Rollenspiels vorstellen und betonen, dass es sich um einen sicheren, unterstützenden Raum handelt.

2

Eine Szenariokarte präsentieren (z.B. "Elternteil bittet das Kind, den Fernseher auszuschalten, um beim Tischdecken zu helfen; das Kind bekommt einen Wutanfall").

3

Zwei Freiwillige einladen, die Szene spontan nachzuspielen. Alternativ können die Erzieher*innen das erste Beispiel vorspielen, um die Stimmung aufzulockern.

4

Nach dem Rollenspiel eine kurze Gruppenreflexion anleiten:

  • Was ist in der Szene passiert?
  • Wie hat der Elternteil reagiert?
  • Welche anderen Reaktionen wären möglich gewesen?
  • Wie hat die Mediennutzung die Situation beeinflusst?
5

Optional: Die Szene erneut spielen ("Zurückspulen und Wiederholen"), um verschiedene Reaktionsmöglichkeiten oder Strategien auszuprobieren.

6

Mehrere Szenarien durchspielen. Je nach Gruppengröße und Setting:

  • Zwei Eltern spielen die Szene vor der Gruppe, oder
  • Jede "Eltern-Paar-Gruppe" erhält ein eigenes Szenario und spielt es in kleiner Runde.
7

Eltern ermutigen, die Rollen zu wechseln und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.

Tipps

Beispielhafte Szenarien:

  1. Fernsehen vs. Pflichten: Der Elternteil bittet das Kind, den Fernseher auszuschalten und beim Tischdecken zu helfen. Das Kind weigert sich und bekommt einen Wutanfall.
  2. Bildschirmzeit-Limits: Das Kind möchte weiter am Tablet spielen, obwohl die Bildschirmzeit vorbei ist. Der Elternteil versucht, die Grenze durchzusetzen.
  3. Morgenstress: Das Kind schaut beim Frühstück Cartoons und möchte sich nicht anziehen oder in den Kindergarten gehen. Der Elternteil wird zunehmend gestresst.
  4. Hintergrundmedien: Der Elternteil scrollt am Handy, während das Kind Aufmerksamkeit sucht. Das Kind beginnt, sich auffällig zu verhalten.
  5. Öffentliche Situation: Die Familie sitzt im Wartezimmer. Das Kind ist gelangweilt und laut. Der Elternteil gibt ihm das Smartphone zur Beruhigung, ist später aber unsicher, ob das die richtige Lösung war.
  6. Influencer-Druck: Das Kind sagt, es möchte ein neues Spielzeug, das es in einem YouTube-Video gesehen hat. Der Elternteil ist überrascht und unsicher, wie er reagieren soll.
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