Methode Persona – mehr über die Eltern erfahrenMethode, um sich auf die eigene Elterngruppe zu konzentrieren und deren Bedürfnisse besser zu verstehen |
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Eltern sind eine sehr heterogene Gruppe und können nicht alle mit demselben Angebot erreicht werden. In der Produktentwicklung, Werbung und im Verkauf werden Personas als gängiges Instrument genutzt, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse einer bestimmten Zielgruppe berücksichtigt werden. Die Idee ist, diese Methode von Werbeexpert*innen zu übernehmen und auf die Arbeit mit Eltern zu übertragen, um sie mit pädagogischen Angeboten besser zu erreichen. Die Methode führt zu einem differenzierteren Verständnis dafür, was die Bedürfnisse von Eltern prägt, wie wichtig Sprache ist und wie unterschiedliche Settings verschiedene Elterntypen ansprechen können.
In 2–3er-Gruppen arbeiten oder allein.
Eine fiktive Persona mit folgenden Profilinformationen entwickeln: Name, Alter, Beruf, Anzahl der Kinder, Familiensituation (verheiratet/getrennt, Stresslevel, weitere Aspekte). Was ist X wichtig? Welche Rolle spielen digitale Medien in dieser Familie? Welche Unterstützung würde X sich in Bezug auf Medienerziehung wünschen? Was würde X motivieren, an einer Veranstaltung zur Medienerziehung im Kindergarten teilzunehmen?
Das Profil kann sich an realen Eltern orientieren, sollte aber mit einem Fantasienamen anonymisiert werden.
Das Profil schriftlich festhalten und, wenn gewünscht, ein Bild von X hinzufügen.
In der Gesamtgruppe über die entwickelten Eltern-Personas austauschen und diskutieren, wie man diese Eltern am besten erreichen kann und was für sie wichtig wäre.
Eine positive, einladende und nicht wertende Haltung während der gesamten Übung beibehalten.
Diese Personas wurden auf Grundlage bestehender Forschung zur elterlichen Medienerziehung erstellt. Sie können Ihnen helfen, einzuschätzen, welche Ressourcen und Barrieren berücksichtigt werden sollten, wenn Sie Eltern ansprechen. Seien Sie sich bewusst, dass Personas auf Stereotypen und Verallgemeinerungen basieren, um den Zugang zu unterschiedlichen Perspektiven zu erleichtern und keine individuellen Personen repräsentieren.
Alle vier Personas haben unterschiedliche Ansätze zur Medienerziehung, verschiedene Herausforderungen und somit unterschiedliche Unterstützungsbedarfe.
“Ich finde, Kinder sollten schon früh lernen, wie man mit digitalen Medien umgeht. Das sollte auch im Kindergarten stattfinden.”
Welche Unterstützung (Veranstaltungen, Settings, Methoden) würde Laura brauchen? Was wäre für sie wichtig?
“Bildung ist für meine Familie sehr wichtig. Ich denke, digitale Medien richten mehr Schaden als Nutzen an, daher versuche ich, sie so weit wie möglich fernzuhalten.”
Welche Unterstützung (Veranstaltungen, Settings, Methoden) würde Feride brauchen? Was wäre für sie wichtig?
“Digitale Medien sind Teil unserer Welt, und ich versuche, ein aktives Vorbild zu sein und meiner Tochter beizubringen, wie man diese Technologien sinnvoll im Leben nutzt.”
Welche Unterstützung (Veranstaltungen, Settings, Methoden) würde Lukasz brauchen? Was wäre für ihn wichtig?
“Familienleben kann stressig sein. Mit digitalen Geräten können die Kinder ein bisschen Spaß haben, und für uns Eltern bedeutet das eine wohlverdiente Pause.”
Welche Unterstützung (Veranstaltungen, Settings, Methoden) würde Ruben brauchen? Was wäre für ihn wichtig?